Gewässermonitoring
Wasserstand, Temperatur und Wasserqualität rund um die Uhr im Blick – ohne Kabel und ohne Mobilfunk
Gewässermonitoring bedeutet, ein Gewässer über einen langen Zeitraum zu beobachten und so seine Entwicklung und Qualität zu überwachen. Mit dem HC-50 gelingt das dort, wo es weder WLAN noch Strom gibt: am Bach, am Teich, am Rückhaltebecken. Die Messstation funkt ihre Werte über mehrere Kilometer in Ihre EcoSensors.cloud, Sie sehen den Verlauf im Dashboard und werden benachrichtigt, sobald etwas nicht stimmt.
Darum lohnt sich Dauermessung
Die Messstation am Gewässer
- Antenne: funkt die Messwerte per LoRa zum Gateway, typischerweise über mehrere Kilometer.
- Sensorarm oberhalb des Wassers: Ultraschall-Abstandsmessung für den Wasserstand, dazu Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck.
- Unterwasserträger im Schutzrohr: Wassertemperatur, Leitwert (EC), Trübung und pH-Wert. Das Schutzrohr hält Treibgut fern und lässt das Wasser trotzdem durchströmen.
Die Station läuft mit einer wiederaufladbaren Batterie und schläft zwischen den Messungen. Sie brauchen weder Stromanschluss noch Mobilfunkvertrag am Gewässer. Den ganzen Aufbau beschreibt die Seite HC-50 Node.
Das wird gemessen
| Messgröße | Das sagt sie Ihnen | Stand |
|---|---|---|
| Wassertemperatur | Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen, Sauerstofflöslichkeit | verfügbar |
| Lufttemperatur, -feuchte, -druck | Wettereinfluss auf die Gewässerwerte | verfügbar |
| Wasserstand | Messbereich 2 – 450 cm: Hoch- und Niedrigwasser, Füllstand von Teichen und Becken | in Erprobung |
| Leitwert (EC) | Salz- und Nährstoffeintrag, Hinweis auf Einleitungen | in Erprobung |
| pH-Wert | Säure-Basen-Gleichgewicht, Hinweis auf Belastungen | in Erprobung |
| Fließgeschwindigkeit | Strömung und Abfluss, Hinweis auf Hochwasser und Erosion | in Entwicklung |
| Trübung | Schwebstoffe nach Starkregen, Erosion oder Einleitungen | in Entwicklung |
| Sauerstoffgehalt (O₂) | Lebensgrundlage für Wasserlebewesen, Abschätzung der Eutrophierung | in Planung |
Die Sensorik wählen Sie passend zum Gewässer: In einem stehenden Gewässer ergibt eine Fließgeschwindigkeitsmessung z.B. wenig Sinn. Welche Sensoren Ihre Station aktuell auswertet, zeigt die Cloud. Weitere Messgrößen sind je nach Sensor denkbar, sprechen Sie uns an.
Vom Messwert zum Alarm
- Der Node misst in Ihrem Intervall, sendet die Werte per LoRa und schläft sofort wieder.
- Das Gateway sammelt die Funkpakete aller Nodes in Reichweite und leitet sie über Ihr WLAN ins Internet.
- Die EcoSensors.cloud speichert die Werte und wertet sie aus, siehe Messkonzept.
- Im Dashboard sehen Sie Verläufe und aktuelle Werte. Monitoring und Notifications melden sich, wenn Werte aus dem Rahmen laufen oder eine Station ausfällt.
Typische Einsatzorte
Wichtig bei der Montage
Im Gewässer ist besondere Sorgfalt nötig:
- Der Sensorarm muss immer oberhalb des höchstmöglichen Wasserstands sitzen, sonst kann die Station irreparabel beschädigt werden.
- Die Messsonde hängt im Mittelwasser und darf auch beim tiefsten Wasserstand nicht trockenfallen.
- Länge von Messsonde und Schutzrohr müssen zum Gewässer passen.
- Das Gateway muss direkt per Funk erreichbar sein, siehe LoRa Funktechnik.
Wasserschäden unterliegen nicht den Garantie- und Gewährleistungsbestimmungen.
Ausführlich: HC-50 Node und HC-50 Gateway.
Hintergrund: Was Gewässermonitoring ausmacht
Gewässermonitoring bezeichnet die Erfassung von chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften eines Gewässers über einen längeren Zeitraum und damit die Überwachung der Gewässerentwicklung und -qualität. Als Teilbereich des Umweltmonitorings kann es auch Daten für ein Umweltinformationssystem liefern.
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert außerdem die Erfassung des komplexen Wirkungsgefüges im Einzugsgebiet eines Gewässers, also der pedologischen, strukturell-geologischen und klimatologischen Verhältnisse sowie der historischen und aktuellen Landnutzung.
Messgrößen für die Gewässerüberwachung können sein: Sauerstoffgehalt zur Abschätzung der Eutrophierung, Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit, Redoxpotential als Indikator für das biologische Selbstreinigungsvermögen, Trübung, Spektraler Absorptionskoeffizient (SAK), TOC-Wert, Ammonium, Ortho- und Gesamtphosphat, Chlorophyll, Nitrat und Schwermetallgehalt.
Weiterlesen
- Messkonzept: wie Nodes, Gateway und Cloud zusammenarbeiten
- HC-50 Node: Messstation, Sensorik und Installation
- HC-50 Gateway: Basisstation: Standort, Montage, WLAN
- LoRa Funktechnik: Reichweite, Antennen und Standortwahl
- HC-50 Batterie: Laden, Lebensdauer und Sicherheit
Gewässer überwachen? Wir beraten Sie gern zu Sensorik, Standort und Gateway-Platzierung. Sprechen Sie uns an.
