HC-50 Batterie

LiFePO4-Akku: Laden, Lebensdauer und Sicherheitshinweise

HC-50 6Ah Batterie HC-50 6Ah Batterie

Das HC-50 Batteriemodul versorgt die HC-50 Messstation mit Strom. Es enthält eine wiederaufladbare Lithium-Eisenphosphat-Zelle (LiFePO4/LFP) mit 6000 mAh. Dieser Zelltyp ist thermisch stabil, hat keinen Memory-Effekt und übersteht viele Ladezyklen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Modul wird fertig montiert und versiegelt geliefert. Öffnen Sie es nicht.
  • Es lässt sich verpolungssicher von oben in die Messstation einsetzen und rastet ein.
  • Geladen wird es im HC-50 CHRGR. Dabei wird jeder Ladevorgang dem Modul zugeordnet.
  • Die Messstation überwacht den Ladezustand und warnt rechtzeitig, bevor die Batterie leer ist.

Aufbau

Im Modul sitzt die Zelle zwischen einer Kappe oben und einer Bodenplatte unten. Die Bodenplatte trägt den 9-poligen D-Sub-Stecker für den Anschluss an die Messstation. Zusätzlich enthält das Modul einen NFC-Chip zur Identifikation. Die Abbildungen zeigen das Modul als CAD-Modell, links zerlegt, rechts fertig zusammengebaut.

HC-50 Batteriemodul: Aufbau, zerlegt (CAD) HC-50 Batteriemodul (CAD)

Einsetzen und Entnehmen

Setzen Sie das Batteriemodul von oben in die Messstation ein und drehen Sie es leicht, bis es mit sanftem Druck einrastet. Die Entnahme erfolgt durch einfaches Herausziehen. Das Modul ist verpolungssicher. Es kann nur in der richtigen Lage einrasten.

Prüfen Sie nach dem Einsetzen in der Cloud, ob sich die Station meldet.

Laden

Laden Sie das Modul ausschließlich mit dem HC-50 CHRGR. Er lädt nach dem CC-CV-Verfahren (Konstantstrom, dann Konstantspannung) bis 3,65 V und ist auf diese Batterie abgestimmt.

Beim Laden liest der CHRGR die Kennung des Moduls über den eingebauten NFC-Chip aus. So wird jeder Ladevorgang für jedes Batteriemodul einzeln protokolliert.

Überwachung und Lebensdauer

Die Messstation misst im Betrieb laufend die Entladung der Batterie (mit einem INA219-Sensor) und überträgt die Werte an die EcoSensors.cloud. Daraus lässt sich vorhersagen, wann die Batterie am besten getauscht oder geladen werden sollte (Predictive Maintenance). Ein Ausfall wegen leerer oder defekter Batterien lässt sich so vermeiden. Auch Garantieansprüche lassen sich mit dem Protokoll einfach belegen.

Der NFC-Chip im Modul enthält diese Angaben und lässt sich mit jedem NFC-fähigen Smartphone und einer passenden App auslesen:

  • Seriennummer
  • Herstellungsdatum
  • Kapazität
  • Zelltyp

Setzen Sie ein Batteriemodul möglichst immer in derselben Messstation ein und wechseln Sie Module nicht zwischen Stationen. Die Messstation liest die Kennung des Moduls in der aktuellen Version nicht aus. Die Entladung lässt sich daher nur dann einem Modul zuordnen, wenn das Modul in seiner Station bleibt.

Das Batteriemodul enthält keine Komponenten, die aktualisiert werden könnten. Ein Firmware-Update ist daher nicht nötig.

Sicherheitshinweise

Lithium-Zellen dürfen nur mit Schutzelektronik betrieben werden und nur von autorisiertem Fachpersonal geöffnet oder repariert werden. Bei falscher Handhabung oder Kurzschluss besteht Brand- und Explosionsgefahr.

Umgang

  • Von Hitze, offenem Feuer und ätzenden Flüssigkeiten fernhalten.
  • Das Modul nicht öffnen, zerlegen, beschädigen oder verbrennen.
  • Beschädigte Akkus sofort in einem geeigneten Behälter lagern und entsorgen.

Gefahren bei Beschädigung

Beschädigte Lithium-Akkus (zerbrochen, überhitzt) können explodieren oder Brände verursachen. Austretende Flüssigkeit enthält brennbare und ätzende Stoffe und kann Haut, Augen und Schleimhäute reizen. Austretende Dämpfe sind gesundheitsschädlich.

Bei Flüssigkeitsaustritt:

  • Bereich isolieren, Akku abkühlen und Dämpfe entweichen lassen.
  • Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen der Dämpfe vermeiden.
  • Ausgetretene Flüssigkeit mit Absorptionsmittel aufnehmen und ordnungsgemäß entsorgen.

Bei einem Brand:

  • Im LiFePO4-Akku befindet sich in der Regel kein metallisches Lithium. Gebräuchliche Löschmittel (ABC-Pulver, CO2, Wasser) sind einsetzbar. Richten Sie sich zusätzlich nach dem brennenden Material in der Umgebung.
  • Akkus wenn möglich aus dem Brandbereich entfernen. Ab ca. 125 °C können Zellen Feuer fangen oder explodieren.
  • Schweren Atemschutz und Ganzkörperschutzkleidung tragen. Beim Verbrennen entstehen giftige Gase, u.a. Fluorwasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid.

Erste Hilfe

Bei Kontakt mit austretendem Elektrolyt, Gasen oder Brandprodukten:

  • Augen: sofort mindestens 15 Minuten gründlich mit Wasser spülen, dabei die Augenlider offen halten.
  • Haut: verschmutzte Kleidung ausziehen und die Haut mindestens 15 Minuten unter kaltem Wasser abspülen.
  • Atemwege: für Frischluft sorgen, bei Bedarf Erste Hilfe leisten.
  • Konsultieren Sie anschließend in jedem Fall einen Arzt.

Entsorgung

Entsorgen Sie Batteriemodule nicht im Hausmüll. Geben Sie sie bei einer Sammelstelle für Altbatterien ab. Beschädigte oder geöffnete Zellen sind Sondermüll und müssen entsprechend den geltenden Vorschriften entsorgt werden.

Technische Daten

verwendete IFR32700-Zelle

Zelltyp IFR32700
Zellchemie LiFePO4
Kapazität laut Hersteller 6000 mAh
Min. Kapazität 5800 mAh
Nennspannung 3,2 - 3,3 V
Entladeschlussspannung 2,0 V
Max. Dauerentladestrom 3C (18 A)
Max. Ladestrom 3,2 A (0,5 C)
Ladeschlussspannung 3,65 V
Ladeverfahren CC-CV
Ladezyklen ca. 1000
Herstellerangabe: ca. 2000 bis 80 % Restkapazität
Anschluss D-Sub, 9-polig
Abmessungen Modul (Ø × H) 50 × 88 mm
Gewicht Modul 220 g
Datenblatt (Zelle) IFR32700 Datenblatt
Das Datenblatt wurde vom Zellenhersteller zur Verfügung gestellt.